Skriptorium
Suchen
21. Juli 2017  
Home Über Skriptorium Kontakt/Service English
Im Warenkorb
0 Produkte

Anmelden
E-Mail-Adresse

Passwort

Mit Gutscheinen in beliebiger Höhe Freude bereiten.
Skriptorium
Pichler & Winkler KEG Krenngasse 15
A-8010 Graz
Phone: ++43/316 890 527
Fax: ++43/316 890 527-15
E-Mail: info@skriptorium.at
Internet:
http://www.skriptorium.at

Firmenbuchnummer:
248308i
Gerichtsstand Graz
UID:
ATU58063525
Firmenbuchgericht:
Landesgericht für ZRS
Behörde gem. ECG:
Bezirkshauptmannschaft Graz-Stadt

Bankverbindung:
Bank Austria
Creditanstalt AG
Konto: 515 421 477 01
BLZ: 12000
IBAN:
AT45 1200 0515 4214 7701
BIC: BKAUATWW
    
Faksimile-Edition: Les Tres Belles Heures de Notre Dame.
Les Tres Belles Heures de Notre Dame
(Bibliothèque nationale, Paris)
Glanzvolle Bilderhandschrift des Herzogs von Berry. Im Moment ein Exemplar lieferbar!
Produkt ist in 1 bis 2 Wochen lieferbar
€ 3.780,00 
Hier finden Sie ein weiteres Bild bzw. eine Fotoserie des Produkts. Klicken Sie, um die große Version zu öffnen!
Bibliothèque nationale, Paris. 252 Seiten im Originalformat von 28 x 20 cm. Einband: rotes Leder mit goldener Zierprägung und einem Wappen geschmückt; vergoldete Steh- und Innenkanten. Kommentar: Eberhard König. Neuwertiges Exemplar.
Produkt-Nr.: SK_306; Verlag/Hersteller: Faksimile-Antiquariat
Eines der prachtvollsten Stundenbücher

Die Bilderhandschrift "Très Belles Heures" markiert einen Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei, geschaffen zu Beginn des 15. Jahrhunderts von den begnadetsten Künstlern jener Zeit. Auf 25 Miniaturseiten entfaltet sich die ganze Pracht der Buchmalerei, für die diese Handschrift berühmt ist. Nicht umsonst ist sie im Inventar des Herzogs von Berry als "sehr schönes Stundenbuch Unserer Lieben Frau in kunstvollen Lettern" beschrieben.

Sowohl Text als auch Bild werden mit demselben erstaunlichen Aufwand ausgeschmückt. Verschwenderisches Gold und Farben von unerhörter Leuchtkraft werden für Szenen verwendet, die in kräftigen Bildern vom spätmittelalterlichen religiösen, aber auch profanen Leben erzählen.

Jede der Miniaturseiten besteht aus drei Elementen. Einmal ist da die große, tafelbildartige Miniatur, dann eine prachtvolle Initiale und schließlich eine figürliche Szene am unteren Blattrand. Insgesamt entstand so ein geschlossener Eindruck von höchster gestalterischer Qualität.

Monumentalwerk mit abenteuerlicher Geschichte

Die Très Belles Heures de Notre-Dame bildeten in ihrer ursprünglichen Gestalt eine der monumentalsten Handschriftenkonzeptionen der Kunstgeschichte. Aufgrund ihrer Schönheit und luxuriösen, aufwändigen Ausstattung war das Werk schon im Mittelalter als Kunst- und Sammelobjekt geschätzt. Im Verlauf ihrer wechselvollen Geschichte wurde die Handschrift nämlich in drei Teile aufgeteilt.

1412 schenkte der Herzog von Berry die gewaltige Bilderhandschrift seinem Schatzmeister Robinet d'Estampes. Dieser behielt das eigentliche Stundenbuch für sich. Die beiden anderen Teile des Werkes ­ spezielle Gebete an einzelne Heilige und ein Messbuch ­gingen an das Haus von Bayern-Holland.

Später gelangte das Messbuch nach Mailand, die Gebete kamen nach Turin. Die Turiner Gebete sind heute leider verloren: Sie fielen dem Brand der Bibliothek von 1904 zum Opfer, mit Ausnahme von vier Blättern, die sich heute im Musée du Louvre in Paris befinden (siehe Eintrag "Die Blätter im Louvre"). Das Messbuch, das man heute "Turin-Mailänder Stundenbuch" nennt und das ebenfalls vom Faksimile Verlag Luzern faksimiliert wurde, wird heute in Turin aufbewahrt (siehe Eintrag "Das Turin-Mailänder Stundenbuch").

Das eigentliche Stundenbuch, das Robinet behalten hatte, blieb bis ins 18. Jahrhundert in Familienbesitz. Im 19. Jahrhundert wurde es von Baron Alphonse de Rothschild erworben, dessen Nachkommen die Handschrift 1956 der Bibliothèque nationale in Paris überließen.

Einzigartige Stellung in der Kunstgeschichte

Nach langwierigen wissenschaftlichen Untersuchungen durch den Verfasser des Kommentarbandes konnte eine bisher unbekannte, erstaunliche Tatsache festgestellt werden: Offensichtlich waren alle an der Handschrift beteiligten Maler eigentlich Tafelmaler.

Jede einzelne Miniatur ist ein Kunstwerk für sich, eine Facette der reichhaltigen Fülle der Buchmalerei, die sich nicht auf die Traditionen der Metropole Paris beschränkte, sondern auch Maler aus Flandern miteinbezog.

Diese Zusammenarbeit verschiedener Meister macht die Handschrift besonders reizvoll. Beteiligt waren der Meister des Paraments mit seiner monumentalen Kunst, der "Heilig-Geist"-Meister mit seinen heftig bewegten Bildern und schließlich der Meister Johannes des Täufers mit seinen weichen Farbtönen. Dazu kommt noch die herausragende Kunst der Brüder Limburg, denen zwei Miniaturseiten zugeschrieben werden. Die Künstler waren frei von vorgegebenen Gestaltungsprinzipien mittelalterlicher Buchmalerwerkstätten und verfuhren weitgehend nach eigenen Vorstellungen. Aber dieses außerordentliche Werk der Pariser Buchmalerei um 1400 ist noch mehr: Es erwies sich als das wichtigste Zeugnis der weitgehend verlorengegangenen französischen Tafelmalerei dieser Epoche.

Die einzigartige Gestaltung von Rahmung und Architektur wurde von den Malern dieses kunstgeschichtlich so wichtigen Werkes vermutlich zum ersten und zum letzten Mal ausprobiert. In einer ergänzenden Arbeit trugen nach 1412 auch die berühmten Brüder Limburg zur Perfektion dieser Handschrift bei: Sie gestalteten die letzten beiden Bilder der Handschrift in ihrem bekannten, überragenden Stil.

Die Faksimile-Edition

Die 252 Seiten im Format von 28 x 20 cm mit Pinsel- und Blattgold versehenen Miniaturen, Texte und historisierenden Initialen, Zierleisten und Ornamente wurden bis hin zum kleinsten Detail originalgetreu faksimiliert.

Der prächtige Bucheinband in rotem Leder ist reich mit goldener Zierprägung und einem Wappen geschmückt; Steh- und Innenkanten sind vergoldet. In aufwändiger Handarbeit wurden die Blätter auf sechs echte Bünde geheftet.

Der Kommentarband

Zur Faksimile-Edition gehört als Schlüssel zum Verständnis ein wissenschaftlicher Kommentarband, in Ausstattung und Format dem Faksimile angepasst, verfasst von Eberhard König, Professor an der Freien Universität Berlin. Hier werden die Miniaturseiten ausführlich und verständlich kommentiert und die Schicksale dieses Stundenbuches, seiner Künstler und seines Auftraggebers beschrieben.

Die Dokumentationsmappe enthält zwei faksimilierte Blätter im Originalformat und eine 12-seitige, illustrierte Informationsbroschüre. Diese Mappe wird auf Wunsch zur Ansicht geliefert.
Kunden, die dieses Produkt gekauft haben,
haben auch folgende Produkte gekauft:
Wir schlagen auch vor: