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Die Goldene Bulle
Die Goldene Bulle
"Glanzlichter der Buchkunst" Band 11
gesamte Reihe anzeigen
Die künstlerisch wertvollste Ausgabe des berühmten Reichsgrundgesetzes Kaiser Karls IV. aus dem Jahr 1356
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€ 98,00 
Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex Vindobonensis 338, 1400, Prag.
Bildteil: 160 Seiten, Kommentar von Armin Wolf: ca. 80 Seiten, 14,5 x 19,5 cm. Alle Bände mit Kommentar, in Leinen gebunden mit Schutzumschlag und Schuber im Format von 17 x 20,5 cm.
Reihenpreis pro Band: € 85,-
Produkt-Nr.: SK_126; ISBN: 3-201-01791-4; Verlag/Hersteller: Adeva
Eine Geschichtsquelle ersten Ranges

Die um 1400 in der Hofwerkstatt König Wenzels IV. von Böhmen angefertigte „Goldene Bulle“ ist die künstlerisch wertvollste Ausgabe des berühmten Reichsgrundgesetzes Kaiser Karls IV. aus dem Jahr 1356. Ein besonders prächtiges Titelblatt, 48 farbenfrohe, mit reichem Goldgrund unterlegte Miniaturen mit Szenen zur Kaiserwahl und zur Ausübung des Rechts sowie zahlreiche Initialen unterschiedlicher Wertigkeit bilden den Buchschmuck dieses außergewöhnlichen Codex.
Neben der überragenden historischen Bedeutung – das hier schriftlich niedergelegte Reichsgrundgesetz behielt bis zum Ende des römisch-deutschen Reiches im Jahr 1806, also über ein halbes Jahrtausend lange, seine Gültigkeit – ist es vor allem die exzellente Qualität der Ausstattung, die der Handschrift König Wenzels ihren hohen Stellenwert verleiht.

Auch politisch-geschichtlich ist die Handschrift ein Dokument ersten Ranges durch den Hinweis am Schluss, dass sie im Auftrag des römischen und böhmischen Königs Wenzel im Jahre 1400 entstanden sei. Die feierliche Abschrift sollte den Anspruch Wenzels auf die ihm soeben aberkannte römische Königswürde legitimieren und vielleicht auch als wichtigstes Dokument bei den geplanten Verhandlungen mit dem Papst über eine Kaiserkrönung in Rom dienen.

Die schönste Fassung der Goldenen Bulle

Den besonderen Reiz der Handschrift üben die 48 prachtvollen Miniaturen aus. Diese gelten als das Werk eines einzigen Meisters, dessen Name unbekannt ist und der daher als „Meister der Goldenen Bulle“ bezeichnet wird. Es werden Szenen dargestellt, die auf die Kaiserwahl und die Ausübung des Rechtes Bezug nehmen.
Der Hintergrund der Miniaturen ist entweder mit Blattgold aufgelegt oder farbig und mit Muschelgold damasziert. Das Rankenwerk der Miniaturen besteht aus Akanthusblättern in blauer, rosa, grüner und grauer Farbe. An den Verzweigungen der Blätter sind in verspielter Weise oft tropfenförmige Knospen aus Blattgold eingefügt.
Zur Kennzeichnung von Kapitelanfängen und einigen Absätzen dienen farbige Initialen, die teils mit Gold verziert und von phantasievollen Ranken umgeben sind. Ein Höhepunkt der Initialkunst, für die eigene Künstler zuständig waren, wird durch die Aufnahme einer figürlichen Darstellung erreicht. Somit wird die Initiale in ihrer künstlerisch am stärksten ausgeprägten Form zur bildlichen Miniatur. Diese Form der Bildinitiale kommt in der Handschrift zweimal vor, beide Male an bedeutender Stelle.

Ein kalligraphisches Meisterwerk

Auch die Schrift des Codex verdient gebührende Beachtung. Es handelt sich um eine kalligraphisch schöne gotische Buchschrift (textualis formata oder textura), die von einem namentlich nicht bekannten Schreiber stammt. Die Kapitelanfänge sind jeweils mit roter Tinte hervorgehoben, zu Beginn der Handschrift jedoch in repräsentativer Weise in goldenen Buchstaben ausgezeichnet.
Die Goldene Bulle, die auf zwei Reichstagen in Nürnberg und Metz im Jahre 1356 von Kaiser Karl IV. erlassen wurde, war das wichtigste Verfassungsgesetz des Deutschen Reiches; denn sie wurde zu einem Reichsgrundgesetz, das beinahe ein halbes Jahrtausend – bis 1806 – Gültigkeit behielt. In ihr wurde vor allem die Wahl des deutschen Königs geregelt.

König Wenzel IV., der Sohn Kaiser Karls IV., veranlasste aus politischen Überlegungen im Jahre 1400 eine Abschrift, die in seiner berühmten Hofwerkstatt hergestellt wurde. Die lateinische Prunkhandschrift enthält außer der namengebenden Goldenen Bulle (Aurea bulla imperialium constitucionum) eine Abhandlung über die geeignete Zeit zum Italienzug (Tractatus de habilitate temporis ad processum versus Italiam), einen Brief über König Wenzel als Nachfolger Karls IV. (Epistola de successore) und ein Verzeichnis von Städten und Burgen in Tuscien (Civitates et castra). Sie ist das einzige juristische Werk unter den sieben bekannten Codices, die mit Sicherheit aus der einst stattlichen Bibliothek Wenzels stammen und zu denen auch jene berühmte Wenzelsbibel gehört, welche die älteste deutsche Prachthandschrift der Bibel darstellt.
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